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Stratocumulus Creativus – heiter bis wolkig?

Stratocumulus Creativus – heiter bis wolkig?

15. August 2013 |
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Kategorie: Tipps & Tutorials

Ist die Zukunft eine Wolke?

Die Adobe Creative Cloud integriert unseren Zeitgeist in den Workflow des Gestalters: Sie greift den Trend weltweiter Vernetzung auf. Sie treibt das effiziente und non-destruktive Arbeiten voran. Sie vereinfacht den Workflow für Responsive Webdesign. Sie stellt umgehend neue Features bereit.

Dabei schafft Adobe das Prinzip käuflich erwerbbarer Programme ab. Stattdessen beschließt der Konzern den Umstieg auf ein Mietmodell – der sogenannten Creative Cloud.

Große Chance oder pure Ausbeuterei? Da scheiden sich die Geister. Ob euphorisch oder verärgert, neugierig oder sorgenvoll – eines steht jedenfalls fest – das Thema Creative Cloud lässt uns Gestalter nicht kalt. Somit haben hitzige Debatten auch längst Einzug in unsere Mittagspause gefunden.

Höher, schneller, weiter – die Vorteile der Cloud

In der aktuellen Ausgabe der PAGE 09.2013 stellt uns Adobe Systems GmbH die Funktionen der Cloud vor:

Sie macht das Networking mit einer weltweiten Community möglich. Dienste und Netze, wie zum Beispiel das Netzwerk Behance, werden zum Austausch mit anderen Nutzern direkt mit eingebunden. Programmneuerungen stehen dem User direkt zur Verfügung und nicht wie bisher erst bei der Veröffentlichung  der nächsten Suite. Die Cloud kann zudem problemlos auf mehreren Arbeitplätzen synchronisiert werden. Wer möchte, kann einen 20 Gigabyte Online-Datenspeicher in Anspruch nehmen. Webtools wie Edge-Reflow und Muse werden dem Workflow und den Anforderungen aus dem Bereich Responsive Design gerecht – in der Creative Suite war hierzu das Angebot eher dürftig.

Deutschland wolkenlos! Warum die Cloud auf so wenig Akzeptanz stößt

In Foren, Blogs und Online-Artikeln zum Thema melden sich viele verärgerte und sorgenvolle Stimmen zu Wort. Das Thema geht mit einer allgemeinen Skepsis einher.

Ist die Adobe Creative Cloud letztendlich eine Software-Lösung für die Großen und Finanzstarken? Gerade für Freiberufler und Studenten ist die Cloud nicht lukrativ: »Viele Nutzer sind Freelancer und möchten nicht das schwer verdiente Geld in Softwareupdates investieren.«, kommentiert User Markus einen Artikel auf www.designmadeingermany.de

Hinzu kommt, dass ein Komplettpaket angemietet werden muss, auch wenn bei weitem nicht alle darin enthaltenen Tools genutzt werden, heißt es hierzu im Hauptartikel von HD Schellnack. Gemutmaßt wird außerdem in Kommentaren zum Beitrag, dass es Adobe vor allem darum ginge, Kunden abhängig zu machen. Eine Frage, die große Unsicherheit hervorruft: Wird Adobe die Preise halten?

Viele User kommentieren, ihre zuletzt erworbene Creative Suite so lange wie möglich nutzen zu wollen. Es besteht demnach wenig Bereitschaft zur Programm-Miete. Das zeigt auch eine von Corel in Auftrag gegebene Studie: In Deutschland sei nur ein Prozent der Befragten bereit, eine Cloud-Software zu mieten (gefunden auf www.docma.info)

Alternativen zu Adobe?

Seit Jahren nutzen die meisten Gestalter die Adobe-Pakete. Mit der Einführung der Cloud werden aber immer wieder Stimmen laut, die ernsthaft über einen Wechsel nachdenken.

Es fallen Produktnamen wie PaintShop Pro, AfterShop Pro, Painter, Capture One, QuarkXPress und Xara. Laut eines Artikels auf www.zdnet.de profitieren bereits jetzt die Konkurrenzprodukte von der allgemeinen Ablehnung der Cloud. Allerdings handelt es sich vor allem um Programme, die Einzelprodukte einer Adobe-Komplettlösung ersetzen. Einige werden derzeit ausschließlich für Windows angeboten. Ist das wirklich eine komfortable Lösung? Kommt es tatsächlich zu einem Markenwechsel im großen Stil? Es steht wohl in den Sternen.

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