Markensprint: Orientierung trotz Krise

Die Frage nach dem Sinn und Zweck ist relevanter denn je. Denn was wir durch die derzeitige Krise erleben, ist vor allem Desorientierung. Und was für viele Unternehmen dauerhaft wohl noch bedeutender ist: Tiefgreifende Veränderung. Auf diese gilt es geschlossen eine Antwort zu finden – oder zumindest eine Richtung. Leichter gesagt als getan, wenn die einzige Konstante Veränderung ist. Wie also gelingt Orientierung trotz ständiger Desorientierung? Wir glauben, dass Markenstrategie wichtige Antworten auf dieses Problem gibt.

Die richtigen Fragen zur rechten Zeit: Sinnsuche in Zeiten der Krise

Seit einigen Jahren steht die Frage nach dem »Why«, also die eigene Sinnsuche, auf der Agenda vieler Unternehmen – mit dem Purpose wurde ein passendes Werkzeug gefunden. Der Hype um die Methode hat das Thema auf das Tablett derer gehoben, die ihre Geschäftsmodelle nachhaltiger (im sozialen, kulturellen wie auch ökologischen Sinne) gestalten wollten. Die derzeitige Krise unterstreicht die Relevanz der Sinnsuche auf drastische Weise. Sie zwingt Unternehmen dazu, ihre Strategie nach gesellschaftlich-globalen Veränderungen auszurichten. Den Purpose gilt es also gerade jetzt in der Krise neu zu verhandeln.

Der Purpose kann als Türöffner für die wesentlichen Fragen, die die Krise jedem Unternehmen gerade neu stellt, dienen. Wir sind aber davon überzeugt, dass der Purpose sein volles Potenzial erst im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten der Markenarbeit entfalten kann. Zu groß ist die Gefahr, dass die Reflexion ansonsten bei einer oberflächlichen Ergänzung stagniert. Um was es also gehen muss, wenn es um die Sinnsuche geht, ist eine ganzheitliche Betrachtung der eigenen Identität. Zu den Instrumenten, die wir klassischerweise in Markenbildungsprozessen anwenden gehören Vision, Mission, Werte und Marken-Archetypen. Ihr Zusammenspiel – der ganzheitliche Blick auf die Marke und ihre Beziehungen – garantiert, dass es nicht nur bei einer rein kosmetischen Überarbeitung bleibt. Es geht bei Markenarbeit um Grundlagenarbeit. Die Arbeit mit ihnen erfordert die Bereitschaft der Unternehmen, über bestehende Rahmenbedingungen hinaus zu denken und neue Zukunftsbilder für das eigene Unternehmen zu entwerfen, die es lohnt aktiv zu gestalten. Die Belohnung dafür? Konkrete Schritte zur Erreichung des Ziels werden greifbar und direkt umsetzbar.

Markenarbeit in der Krise: Lohnt sich das?

Einige werden sich jetzt vielleicht denken: Wozu träumen, wenn der Laden regelrecht brennt? Natürlich begegnen Unternehmen ganz individuelle Herausforderungen während der Krise. Uns ist es wichtig, dennoch zu verdeutlichen, wie alles zusammenhängt. Wie das Markenleitbild ganz direkt mit dem Tagesgeschäft – und der momentanen Krisenbewältigung – zusammenhängt. Stabile Marken verstehen es, zwischen Kundenfokus, den Anforderungen des Marktes, authentischer Gestaltung und der eigenen Unternehmenskultur zu vermitteln. Die Marke ist in diesem Verständnis gleichermaßen Katalysator für die Unternehmensstrategie und umgekehrt. Aber wo anfangen? Schon ein gezielter Check-up der eigenen Marke zeigt Unternehmen die Richtung, die es sich zu gehen lohnt – wie ein Kompass im Nebel.

  • Marke schafft Orientierung nach innen und außen
    Grundlage guter Führung ist die Verständigung auf gemeinsame Ziele mit den Mitarbeiter*innen. Nur wer sich im Inneren seiner Aufgabe bewusst ist, kann Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die das Außen begeistern.
  • Marke folgt und befördert antifragile Unternehmensstrategien
    Die Krise lehrt Unternehmen, schnell auf Veränderung zu reagieren und eine resistente Unternehmensstrategie zu etablieren. Und die Marke? Unterstützt dabei sie dauerhaft beizubehalten und weiterzuentwickeln.
  • Marke differenziert vom Wettbewerb
    In einem zunehmend dichteren Umfeld von Wettbewerbern differenziert die Marke ihr Unternehmen gegenüber der Konkurrenz. Sie wird zum zentralen Kaufargument für die Zielgruppe.
  • Marke pflegt bestehende Bindungen und knüpft neue
    Marke steht im Dialog mit den Nutzern. Unternehmen, die durch eine nutzerzentriertes Mindest bereit sind, in diesen Dialog zu investieren, profitieren von loyalen Kunden, die immer wieder zurückkommen.
  • Marke beweist Haltung
    Identifiziert sich die Zielgruppe mit dem Unternehmen, schafft die Marke eine emotionale Bindung. Umso wichtiger ist es, eine eigene Position zu relevanten Themen zu entwickeln. Haltung stärkt die ausgestrahlte Attraktion gegenüber der Zielgruppe.
  • Marke öffnet Perspektiven
    Wie bleiben wir auch in Zukunft relevant? Markenarbeit unterstützt den Blick über den Tellerrand, der bekanntermaßen gerade in der Krise wichtig ist.

Um die Frage zu beantworten, ob sich eine Markenschärfung überhaupt lohnt: Unternehmen können (gerade in der Krise) enorm davon profitieren, sich mit der eigenen Marke auseinander zu setzen. Was vielen Kunden aber leider jetzt zum Verhängnis wird, ist die Zeit. Markenprozesse sind bekannt dafür, dass sie sich Monate – in manchen Fällen sogar Jahre – hinziehen. Wie können unsere Kunden also trotz Zeitdruck von den Erkenntnissen eines Marken-Check-ups profitieren? Der von uns ins Leben gerufene Markensprint ist eine Antwort darauf. Unternehmen bieten wir damit die Möglichkeit in einem inhaltlich wie auch zeitlich übersichtlichen Rahmen ihre Marke zu schärfen. Dort verifizieren wir Marktpositionierung, Markenversprechen und zeigen Handlungsperspektiven im Bereich Markenerlebnis und Kundenfokus auf. Damit verfügen unsere Kunden in nur kurzer Zeit über Erkenntnisse, die künftige Handlungsschritte prüfbar machen und sie gut durch die Krise begleiten.

Klingt spannend? Dann empfehlen wir das Leistungspaket Markensprint. Außerdem bieten wir neuerdings Innovationscoachings an, die Unternehmen bei der Etablierung einer anitfragilen Strategie während und nach der Krise verhelfen. Beide Programme sind natürlich remote – also per Videokonferenz mit den passenden Tools und Methoden – umsetzbar.

TL;DR

Die Frage nach dem Sinn und Zweck ist relevanter denn je. Gerade in Zeiten, in denen ständige Veränderung zur einzigen Konstante wird. Markenarbeit unterstützt Unternehmen mit der derzeitigen Ungewissheit umzugehen. Instrumente der Markenstrategie wie Purpose, Vision, Mission und Markenwerte schaffen Orientierung nach innen und außen – für Mitarbeiter*innen, Kunden und andere Stakeholder. Darüber hinaus schafft sie Perspektiven, die Unternehmen handlungsfähiger machen. Doch wie können Kunden von Markenarbeit profitieren, wenn die Zeit für den dazugehörigen Prozess fehlt? Mit unseren »Markensprints« gelingt das Check-up der eigenen Marke in inhaltlich wie auch zeitlich übersichtlichem Rahmen. Damit verfügen unsere Kunden in nur kurzer Zeit über Erkenntnisse, die sie in der momentanen Krisenbewältigung unterstützen.

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Lisa Wilde - Strategist

Über den Autor

Lisa Wilde
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