Ein Jahr MakerDay – ein Erfahrungsbericht

Seit etwas mehr als einem Jahr veranstalten wir nun unser internes Barcamp-Format, den »MakerDay«. Das gesamte SCHUMACHER-Team nimmt sich einmal im Monat Zeit, in verschiedenen Sessions über interne Themen, neue Trends und Entwicklungen zu sprechen und sich auszutauschen. Beim MakerDay wollen wir gemeinsam und voneinander lernen – so zumindest in der Theorie. Nach über 15 Editionen MakerDay ist es Zeit, das Ganze Revue passieren zu lassen. Marie, Verena, Stefan und Lisa haben sich beim letzten MakerDay (wo auch sonst?) Zeit dafür genommen. Sie reden darüber, was schon gut läuft, wo Verbesserungsbedarf liegt und warum wir Barcamps nur jedem empfehlen können.

Hand aufs Herz: Was bringt uns der MakerDay wirklich?

Marie: Ich finde es gut, dass es die Köpfe öffnet. Dass ich die Möglichkeit habe, über meinen normalen Arbeitsbereich hinaus, weiter zu schauen und weiter zu denken.
Verena: Der MakerDay ist im Grunde ein Teamtag. Ich hab da jeden Monat ein ganz starkes Wir-Gefühl.
Lisa: Absolut. Dieses Barcamp schafft Raum sich im Team darüber auszutauschen, was man eigentlich so macht. Dadurch entsteht eine Akzeptanz oder sogar Bewunderung für das, was die Kollegen so drauf haben. Dann finde ich es auch cool zu sagen, wir wollen uns weiterbilden und bringen mal Trends von Außen auf den Tisch. Das ist einfach ein super Mechanismus dafür.
Stefan: Ich kann mich bei allem anschließen, was ihr gesagt habt. Ich finde vor allem diese freie Themenwahl ganz toll, hier kann alles landen. Auch in Bezug auf die Agenturentwicklung finde ich es spannend, uns zu Wort kommen zu lassen. Dass Dinge eben nicht nur in irgendeinem Chef-Büro entschieden werden. Man fühlt sich wertgeschätzt in seiner Meinung.
Verena: Was ich auch total spannend finde, ist der Platz für Innovation. Da sind häufig sehr relevante Themen dabei, für die wir im Alltag meist nicht viel Zeit haben. Hier sind so viele Leute mit ihren Expertisen und Interessen, die sie beim MakerDay teilen. Das empfinde ich als unglaublichen Gewinn.
Stefan: Es ist wie ein riesiges Gehirn, dass sich aus den vielen einzelnen Gehirnen zusammensetzt und anzapfbar ist.
Lisa: Das kriegst du ja nicht mal, wenn du dich mit Lektüren eindeckst. Das ist einfach eine enorme Vielfalt an Input.

Was bedeutet für euch ein erfolgreicher MakerDay?

Verena: Mir kommt da die Session mit Ben in den Kopf »Was ist eigentlich dieses Frontend und Backend?«. Ben als Web Developer hat wirklich alle – ob vom Fach oder nicht – abgeholt, jede Frage war willkommen. Für meine Arbeit hat mir das echt viel gebracht.
Marie: Die Wissensstände sind allerdings schon häufig unterschiedlich – da trau ich mich nicht unbedingt in alle Sessions.
Verena: Ich glaube aber nicht, dass das stören würde. Fragen führen ja manchmal dazu, dass man Dinge hinterfragt oder anders drüber nachdenkt. Die Kommunikation über die Fachgebiete hinweg, finde ich nämlich total wichtig. Die Fachwelten müssen realisieren, dass es auch andere gibt, die abgeholt werden müssen.
Stefan: Es besteht ja auch andersrum die Möglichkeit, dass sich Gruppen finden, die die Bitte in den Raum stellen, mit den Basics zu starten. Noch mal bezogen auf die Ausgangsfrage: Ich finde Sessions super, in denen ich Kollegen von meinen Themen begeistern kann. Das liegt vielleicht an meinem Lehrer-Gen. Irgendwie macht das echt Spaß.

Wenn ihr vergleicht: die ersten MakerDays mit heute. Wie erlebt ihr die Reaktion im Team?

Marie: Die Stimmung ist durchweg total gut. Auch wenn einige dann doch hin und wieder ein zeitliches Problem haben und sich nicht immer einen ganzen Tag freischaufeln können.
Stefan: Es gibt so auf und abs, würde ich sagen. Wir hatten auch mal einen MakerDay, wo nicht so viele Sessions zusammen gekommen sind, weil es kaum Zeit für eine Vorbereitung gab. Aber ansonsten stimmt schon was du sagst, Marie.
Marie: Um dieses Problem auch hier und da mal zu umschiffen, hat es sich entwickelt, dass mehr projektbezogene Sessions stattfinden. Weil der ein oder andere sagt, dass er gerade ganz akut an diesem oder jenem Projekt oder Problem sitzt und dadurch einfach die Session dafür nutzt.

Könnt ihr konkrete Themen oder Projekte nennen, die aus dem MakerDay hervor gegangen sind oder eine Themenreihe, die sich etabliert hat?

Lisa: Mir fällt da die Produktentwicklung von Jacob ein. Das stellt im weitesten Sinne die Erweiterung des Sparring-Formats dar.
Stefan: Außerdem haben wir etwas im Sketch-Workflow angestoßen. Das war Ergebnis einer MakerDay-Session, die irgendwann mal stattgefunden hat. Und mir würde noch einfallen, dass wir die Unit-Meetings irgendwie umstrukturiert haben …
Marie: … genau, daraus hat sich eine Optimierung unseres Kanban ergeben. Aus der Session hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die das weiterbearbeitet hat.
Verena: Generell das ganze Thema Agenturentwicklung. Sei es das Thema Projektmanagement oder die Aufsetzung eines »Code of Conduct«, der regelt, wie wir bei SCHUMACHER zusammen arbeiten möchten.
Lisa: Das ist genau das, was Stefan eben meinte: Anstatt der Entscheidung von oben, ist es eine Entwicklung aus der Agentur heraus. Der MakerDay schafft quasi die Plattform dafür, Dinge zu entwickeln und zu entscheiden.
Verena: Ja absolut. Da steckt so viel Potenzial drin. Weil viele Menschen mitarbeiten, denken und fühlen.

Wie würde ein MakerDay 2.0 aussehen? Wo gibt es Optimierungsbedarf?

Stefan: Vielleicht sollten wir den MakerDay wirklich auf den Vormittag schieben. Morgens hat man einfach mehr Power. Gerade nach dieser gigantischen Mittagspause mit Pizza-Gelage.
Marie: Dem kann ich nur beipflichten. Der MakerDay ist schon ziemlich anstrengend. Wenn ich abends da mit dem Sekt beim halb 6 stehe, denke ich, ich fall gleich um. Vielleicht startet man mit der ersten Session einfach schon um 10 Uhr?
Verena: Guter Hinweis. Zum Thema Vorbereitung: Ich denke das wir uns immer gegenseitig erinnern sollten, wenn der MakerDay wieder ansteht. Wenn man sich am MakerDay selbst schon überlegt, was man beim nächsten mal macht, hätte man vier Wochen Zeit zur Vorbereitung.

Verena: Vielleicht ist das auch die Aufgabe einer Person, die uns mal dahingehend ein bisschen Beine macht.
Stefan: Eine frühzeitige Erinnerung sorgt auch dafür, dass man in seinem Doing auf Themen stößt. Zum Beispiel bin ich auf mein letztes Session-Thema in einem Gespräch mit Michael gestoßen. Es ging um Mobile Testing und wie wir das Thema in Zukunft angehen – daraus ist nun entstanden, dass wir bei den nächsten MakerDays Teststationen bauen.
Marie: Mir fällt spontan noch ein, dass es immer super toll ist, Jacob Chromy als Externen dabei zu haben. Das fand ich immer total erhellend.
Lisa: Unbedingt. Quasi die Implementierung von »Gastspeakern«, sofern es Sinn macht.
Verena: Diejenigen bringen vielleicht auch wieder ganz viel mit. Das ist etwas, was auch schon mal zur Debatte stand. Vielleicht machen wir daraus ein Special, das alle drei Monate stattfindet.

Ein paar letzte Worte?

Marie: Der MakerDay ist einfach eine tolle Plattform für all die Dinge, für die im Alltag keine Zeit ist, die aber trotzdem super wichtig für unsere Agentur sind.
Lisa: Im Grunde ist das echt ein Format, was auf unterschiedliche Teams anzuwenden ist. Also ich würde es tatsächlich anderen Agenturen oder Unternehmen echt empfehlen.

TL;DR

Agenturentwicklung mit dem Team, Wissenstransfer, Weiterbildung, Trendradar und mindestens eine Handvoll neuer interner Projekte – das alles ermöglicht uns unser internes Barcamp »MakerDay«. Marie, Verena, Lisa und Stefan ziehen nach über einem Jahr Gebrauch eine positive Bilanz. Einmal im Monat gibt uns das Format Zeit und Raum, über wichtige Dinge zu sprechen, die durch den Agenturalltag häufig unter den Tisch fallen. Im Gespräch stoßen wir dennoch auf einige Dinge, die wir verbessern können. So wollen wir beispielsweise künftig alle paar Monate ein MakerDay Special veranstalten, zu dem wir externe Gäste einladen.

Lust mitzumachen? Schreibt uns bei Twitter, Facebook, Instagram oder einfach an info@schumacher-visuell.de, welches Thema ihr beim MakerDay einbringen wollt und bereichert vielleicht bald schon unser Barcamp als Gast!

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Team Schumacher - SCHUMACHER

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